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Geistiges Eigentum: Zollstatistik 2008 liegt vor

Der deutsche Zoll hat seine Statistik zu den Beschlagnahmen gefälschter Produkte vorgelegt. Die Probleme sind nach wie vor groß – an der Spitze steht wie immer China.

Der Zoll hat im Jahr 2008 Waren im Wert von 436 Mio. Euro beschlagnahmt, was auf dem Niveau von 2007 liegt. Bei Bekleidung, die nicht Sportbekleidung ist, ist ein Anstieg des Wertes der beschlagnahmten Waren von 56 auf 73 Mio. Euro zu verzeichnen (+ 30 %). Durch eine Änderung der Statistik (Ausgliederung von Handtaschen etc.) ist nun besser als in den Vorjahren zu erkennen, wie stark der Bekleidungsbereich im Bereich Accessoires betroffen ist. Hier wurden Produkte wie Mützen und Schals im Wert von 4,5 Mio. Euro beschlagnahmt. Bei Sportbekleidung ist hingegen ein erheblicher Rückgang zu verzeichnen von 73,4 auf 14,2 Mio. Euro, bei Schuhen war es umgekehrt, ihr Wert stieg von 67 auf 121, 4 Mio. Euro. Bezogen auf den Wert waren 72 % der Beschlagnahmen mit einer Verletzung von Markenrechten begründet. 28,5 % aller Fälle betrafen Waren aus China, dessen Anteil nahezu unverändert geblieben ist. Positiv zu erwähnen ist die Türkei, deren Anteil sich halbiert hat (9,9 % auf 4,5 %). Im Lichte des Anstiegs der Grenzbeschlagnahmen insgesamt von 7.750 auf 10.890 relativiert sich diese Veränderung hingegen. 36 % aller Beschlagnahmen betreffen Bekleidung und Accessoires. Auf Platz 2 liegen die USA (!), mit 18,5 % der Fälle (Vorjahr 15,6 %), dicht gefolgt von Thailand (17,3 %). Dieses Land war im vergangenen Jahr nur für 4.1 % der Fälle verantwortlich. Bei einer Betrachtung der Stückzahlen wird deutlich, dass China in großen Mengen liefert: Bei Bekleidung und Accessoires kommen mehr als 90 % aller beschlagnahmten Waren aus diesem Land.

 

Quelle: kurz_infos t+m - Ausgabe 3/2009

 

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