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Miese Masche! Produktpiraten versenkten 1200 Arbeitsplätze

Die einheimische Texilbranche schlägt Alarm: Immer häufiger werden Kollektionen durch Produktpiraten aus Asien abgekupfert. Der Schaden geht in die Milliarden. Mit der Wanderausstellung „Echt gefährlich", die bis 12. Januar 2009 im Industriemuseum zu sehen ist, geht sie nun in die Offensive.

 

„Wir stellen Original und Fälschung nebeneinander, setzen auf Aufklärung. Etwas anderes bleibt uns nicht übrig", sagt Bertram Höfer (55), Chef der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie. Er sieht in den gefälschten Produkten ein großes Gesundheitsrisiko und einen noch größeren Jobkiller: „In den vergangenen zehn Jahren kosteten sie uns sachsenweit 1200 Arbeitsplätze."

Wie schnell die Ideendiebe zuschlagen, hat Klaus Güldenpfennig am eigenen Leib erfahren. Vor vier Jahren präsentierte er die Mediziner-Berufsbekleidung seiner Limbacher Firma „Güldi-Moden" erstmals in Thailand: „Ein halbes Jahr später gab es meine Kollektion überall als Raubkopie zu kaufen." Bei ihm kostet ein OP-Komplettanzug - mit Stoffen aus dem Schwarzwald - zwölf Euro. Die Fälschung hingegen gibt's schon für vier Euro. Güldenpfennig: „Ich schätze den jährlichen Verlust auf 1,5 Millionen Euro." Bei einem Jahresumsatz von vier Millionen seien diese Kopien längst mehr als nur ärgerlich.

adi

 

Morgenpost, 19. Dezember 2008

 


 
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