Chemnitz - Sie kopieren Muster, fälschen Schnitte, machen Stoffe nach. Produktpiraten überschwemmen mit ihrem Ramsch den sächsischen Markt.
Jetzt schlagen die Produzenten der Originale Alarm. Bertram Höfer (56), Geschäftsführer der ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie: „Durch die Plagiate gehen in Sachsen jährlich fünf Millionen Euro Umsatz verloren. In Deutschland sind es 27 Milliarden. 80000 Jobs fallen weg." 1200 waren es in Sachsen in den letzten zehn Jahren.
Räuchermännchen, Plauener Spitze, sogar OP-Kleidung. Es gibt nichts, was nicht in China, Indien oder der Türkei gefälscht wird.
Klaus Güldenpfennig (65), Chef der Firma Güldi-Moden aus Limbach-Oberfrohna: „Wir beliefern Kliniken mit OP-Kleidung. Durch Produktpiraten habe ich einen Schaden von 1,5 Mio Euro pro Jahr, könnte ohne das Problem 15 Mitarbeiter mehr einstellen." Die Waffe gegen die Betrüger: Aufklärung! Höfer: "Jeder, der auf einem Billigmarkt hinter der Grenze kauft, unterstützt die Kriminalität. Die Menschen müssen umdenken."
Bild-Chemnitz, 19. Dezember 2008
![]() |







